A Sunny Day in Dülmen
— 21-04-2007 —
Die Sonne stand hoch am Himmel, der Morgen war frisch aber mild und mich erwartete, nach einiger Abstinenz, ein Tag voller Magic, so dass es niemanden - mich mal gar nicht - verwunderte, mich mit einem fetten Grinsen die Straße zur U-Bahnstation runterswingen zu sehen. Am Bahnhof erwarteten mich der Alex und der Felix sowie die Aufgabe halbwegs (ergo nur Hin- nicht Rückweg) legal nach Dülmen zu kommen. Die Möglichkeiten und Mächte meiner Monatskarte - und dieses Schicksal teilen viele, die den VRR nutzen - enden kurz vor Dülmen in dem sicherlich herrlichen Städtchen Sythen und das ist - wie es der Zufall will - der letzte Bahnhof vor dem eigentlich zu erreichenden Zielbahnhof, Dülmen, selbst. Soviel die Umstände, die dafür sorgten, dass ich mich mit den technischen Errungenschaften der Bahn rumquälen durfte, was aber nur mein Konto und nicht meine Laune minderte.
Im Zug trafen wir weitere Spieler - ein Legacy-Pärchen, dessen Gesichter mir bekannt vorkamen, deren Namen mir aber noch nicht mal unter Drogeneinfluss einfallen würden - und stets fidele Dennis. Dieser spielt erst im weiteren Verlauf des Textes eine Rolle, wenn er mir zwei Godless Shrine und dem Mike über Umwegen einen Dark Confidant leiht. Nichtsdestotrotz eine kurze Erwähnung, nur damit ich es später nicht vergesse.
Die Fahrt nach Dülmen über nervte ich Alex & Felix (hierbei muss ich irgendwie an Hinkelsteine denken), die sich beim Vintage-Testen ihre Fetchländer brav aufbewahren, wie naive Pussies ihr Jungfernhäutchen, und dies aus ähnlich stupiden Motiven, nämlich der Wahrscheinlichkeit, dass das einzig Wahre noch kommen könnte. Im Falle der Fetchländer sind es eben die Brainstorms und so oft ich auch versuchte es ihnen klarzumachen, sie wollten nicht einsehen, dass diese wohl eher kämen, wenn sie sich vorher die Länder aus der Library fetchten, die den Brainstorms den Weg an die Oberfläche versperrten. Sie blieben uneinsichtig.
Nutzen wir ihre unverrückbare Eigensinnigkeit, um mein ebenso starrköpfiges Sideboard zu präsentieren (in Klammern die theoretisch nutzbaren Verwendungsmöglichkeiten):
2 Disenchant (Glare)
2 Sacred Ground (Land Destruction; U/R Tron; Angelfire)
2 Worship (Aggro - Geschmacksrichtung egal)
2 Darkblast (Project X; Aggro; Dredge)
1 Mortify (keine Ahnung; war mal ein Shrieking Grotesque)
1 Sudden Death (Teferi)
2 Nightmare Void (Control-Haufen)
3 Phyrexian Arena (Control-Haufen)
Es folgt ein Slapstickszenario, was jeder kennt und was wir uns deswegen besser in fast forward anschauen: random shake hands; zwei Stonecloaker kaufen; Nicken hier und da; mir die Karten von Dennis leihen; Deckliste schreiben; Anmeldung vollziehen, dabei schweinische Sachen zu der höflichen Frau am Tresen sagen; mein Sideboard checken; mich dabei wundern, dass dies wohl nur nur noch randomer wäre, wenn ich grüne und rote statt schwarze und weiße Karten verwenden würde; warten auf die Anmeldung, mit den Bottropern reden; den Frisör, P.layer und TobiH begrüßen; zu den Pairings laufen — erste Runde:
Das normale Verhältnis in einem Deck zwischen Spells und Ländern liegt im Durchschnitt zwischen 65:35 und 55:45, wobei Länder durch die kleine Zahl repräsentiert werden. Ziel und Zweck dieser Einteilung ist natürlich, dass einem im Spielverlauf ein ähnliches Verhältnis durch die Hände rauscht. Als ich in der ersten Runde gegen Alexanders R/G Beats auf sieben Spells ganze zehn Länder zog, war ich trotz des gerade Beschriebenen nicht weiter erstaunt und auch nicht erzürnt, weil sich darunter neben einem Paladin, zwei Ghost Councils (eins ging später den Weg des Feuers) sowie dem noch öfter anzutreffenden Duo aus Ravenous Rats und Shrieking Grotesque befand. Dies reichte aus, um gegen seine Kreaturen zu bestehen und das erste Spiel war im Sack.
Im Zweiten hatte er die besseren Kreaturen, ich nur ein Sudden Death (mein erstes Removal an diesem Tag, was entsprechend gefeiert wurde) und war recht schnell dahin. Es wäre schneller gegangen, wenn ich keinen Mulligan genommen hätte. Ähnlich ging es ihm im dritten Spiel. Ich startete erneut mit Ratte & Grotesque, die aber nur als Chumpblocker herhielten. Irgendwann übernahm diesen Teil - zumal effektiver - ein Paladin und scheinbar aus dem Nichts tauchte ein Stonecloaker und im Gepäck ein Warhammer auf.
Nun ist das mit dem Warhammer so, dass ich ihn vor Beginn des Turniers noch als “Umezawa’s Jitte 2007″ anpries. Er macht Leben, gibt den Stärkebonus und das mit dem Kreaturenkillen klappt spätestens dann, wenn der Gegner anfangen muss, seine Kreaturen vor den fahrenden Warhammerzug zu werfen.
Nun ist es aber auch so, dass er im frühen Spiel zwei Turns kostet (zwei mal drei Mana sind schon eine Hausnummer, wenn man noch nicht so viele Länder hat) und man gegen Aggro im frühen Spiel eben alles hat, nur keine zwei Turns. Ein zweischneidiges Schwert (okay, eher ein Hammer…).
Im dritten Spiel sollte ich diese aber haben und zitterte im Takt des stetigen Auf und Ab meiner Lebenspunkte, während er mit seinen recht bescheidenen Horden in meine Blocker rannte und ich im Gegenzug den Stonecloaker mit dem Hammes klopfen ließ. Es sollte reichen.
Aufgrund meiner doch recht schwachen (im Sinne von Brust, weniger ob der Spielbarkeit) Kreaturenbasis, hielt ich das Match-Up gegen R/G Beats für nicht so berauschend. Da bedarf es des Paladins oder mehrerer Ghos Councils, wie man sieht. Wie genau das gegen R/G aussieht, wollte mir Stephan in der zweiten Runde zeigen, aber es sollte nicht so recht klappen. Er startet nämlich direkt mit den zwei Mulligans, meine Starthand war brilliant bis diamantig und weil ich gleich für jeden seiner Mulligans eine Isolation hatte, sollte es weniger das Problem werden. Das zweite Spiel - er war nett grün-screwed und seine beiden Kird Apes wussten mit den Mountains nichts so recht anzufangen - war so safe, man hätte Wertsachen drin aufbewahren können.
Das war nun weniger aufschlussreich. Aber es waren ja noch fünf Runden zu spielen. In der Pause ging es in die Sonne, um zu schauen, ob die immer noch so warm war, wie ich das aus dem letzten Sommer in Erinnerung hatte. Hier traf ich den TobiH, der tatsächlich seinen Dredge-Haufen zockte. Wir sprachen ein wenig über die “Arbeit” (dabei lachten wir mehr über den JensK als alles andere), wunderten uns darüber, was aus dem Justus Rönnau - bis zur Mitte des letzten Jahres der deutsche Stern am Judge-Himmel, kurz davor sich seinen vierten Zacken abzuholen - geworden ist, der uns deswegen auffiel, weil er eben in Dülmen immer den Judge mimt und von uns dort draußen gesichtigt wurde. In den Augen, in den Sinn, sozusagen. Der TobiH meinte, er wollte sich darum kümmern. Für mich war es Zeit zurückzukehren, weil es weiter ging mit Runde drei.
Weil ich beim Zocken meine Augen gerne mal auf den Nachbartischen links wie rechts neben mir habe, wusste ich, dass der Marcel es mit fiesen Tricks und der Kartenkombination aus Saffi und Crypt Champion versuchen würde. Nur sein Glück war ihm alles andere als hold. Wenn nämlich in dieser Runde einer Glück hatte, dann ich. So gewann er zwar den Würfelwurf, aber ich hatte meine Gemstone Caverns in der Hand, die für ein 1st Turn Castigate (traf nach Mulligan seinerseits und bei der Wahl zwischen Teysa, Chord of Calling, Mortify und Orzhov Pontiff letzteren) gefolgt von weiteren Discard-Effekten sorgte. Eben deshalb der Pontiff. Zumal dieser gegen meine Ratten (fliegend wie gierend) im unschönen Verhältnis tauscht und sogar den Paladin von den Beinen holen kann. Doch nachdem er kaum noch was auf der Hand hatte, ich mich mit meinem Druck ebenfalls zurückhielt, schauten wir uns ein wenig an, bis auf meiner Seite Stonecloaker, Loxodon Warhammer und Ghost Council auftauchten. Der Stonecloaker besänftigte Marcels Friedhof - quasi mit Buyback - indem er ihn combofrei “hüpfte” und zusammen mit dem Warhammer und einer Councilaktivierung sollte es trotz Chumblockbird für die letzten sechs Lebenspunkte reichen.
Ich boardete die guten Karten, nämlich die Darkblast sowie das Sudden Death gegen die schlechten Karten, in diesem Falle die Temporal Isolation und startete, weil er startete, erneut mit einem Luck Counter auf meiner Gemstone Cavern. Selbst wenn ich an diesem Tag nur einen einzigen Luck Counter hätte platzieren dürfen, die Cavern hätte sich für mich mehr als gelohnt (es sollten insgesamt drei Luck Counter an diesem Tag werden; aller guten Dinge wegen). Das ist halt das Prinzip dieses Spiels (und auch des Lebens an sich, aber ich will die Feuerstelle klein halten, um mich nicht zu sehr zu verbrennen). Es kommt weniger auf Wahrscheinlichkeiten an, denn mehr auf Zufälle. Denn, so mathematisch perfekt ein Deck auch durchgerechnet sein mag, was letztlich oben raus kommt, lässt sich nie genau ermitteln. Darauf baue ich.
Äh ja, wo waren wir. Ich hatte den Luck Counter, er sah ihn zwar, ich klärte ihn sogar näher darüber auf, dass somit das Glück klar auf meiner Seite wäre, doch er versucht sich aufgrund meiner besseren Boardsituation trotzdem in der Kombo, in response auf seinen Crypt Hannes aber zeigte ich ihm natürlicch das Darkblast für seine Essence Warden, erklärte ihm weiterhin, dass ich mir die Ravenous Rats für seine letzte Handkarte (noch eine Warden, so dass er erneut in Kombo hätte gehen können) dank des Champions hole und er scoopte einsichtig.
So muss das laufen.
3:0, eine Blockseite vollgekritzelt, sehr schön. Noch vier Siege und ich hätte mal Dülmen gewonnen. Klar gibt es besseres, aber von der Bettkante schubsen würde ich nen Dülmentitel nun auch wieder nicht. Es waren ja nur vier Runden, wovon direkt die erste das Blatt wenden sollte.
Der Jan T. aus Essen (später kommt noch ein Jan aus Essen, deswegen das Nachnameninitial; damit die halt wissen wer wer ist) spielte, wie man im Deck Check erblicken kann, nicht nur Angelfire, nein, er ging auch noch als erster durchs Ziel. Er musste seinen persönlichen Luck Counter irgendwo an seinem Körper versteckt haben oder so. Eine Caverns hatte er nicht - soviel konnte ich entdecken - aber das mit dem Glück funktionierte hervorragend. Er nahm einen Mulligan, ich zerflückte ihm die Hand und machte auf Aggro, als käme ich aus der Hauptstadt. Bis auf eins prügelte ich ihn runter, da zeigte er mir den Wrath von oben!! Ich legte also mehr Kreaturen nach - da der Wrath ja irgendwann kommen musste, hatte ich noch welche auf der Hand - da fing er an mit multiplen Lightning Helix um sich zu werfen. Dies klappte gar so gut, dass ich irgendwann auf 7 Lebenspunkten hing, keine Offensive mehr hatte und er mich mit einem Demonfire - erneut from the top - in die Kabine schickte.
Ich wechselte fleißig hin und her, doch sollte alles vergebene Liebesmühe sein, weil er nicht zwei, nicht drei, nein gar vier Court Hussar präsentierte, die ihm omalike sanft die Hand tätschelten, meine Angriffsversuche vereitelten und mich fast zur Weißglut triebelten.
So war das nicht geplant. Wenn hier einer Glück haben sollte, dann ja wohl bitte ich. Wozu mache ich mir denn die ganze Mühe hier?? Fuck!! Erstmal an die Sonne, abkühlen. Wollte auch irgendwie nicht. Der Frisör qualmte seine Moods, musste eine schlechte erwischt haben, weil er in derselben, den Gesprächen der Kids lauschend, die Evolution in Frage stellte. Also wieder rein. Zwischendurch pinkeln. Nie verkehrt. Der Dietsch hatte auch nen Lauf, aber mehr die Toilette runter, als den Olymp rauf. Er flüsterte was von Blocktesting und dessen Einfluss auf seine Spielqualität, wer’s glaubt… Lieber zurück in den Turnierverlauf, Start frei für Runde fünf.
Der TrashT. Der TrashT ist ein Guter. Das erkennt man daran, dass er immer brav das zockt, was der Henke ihm vorspielt, also B/G Dredge. Der TrashT ist gar so gut, der kann das Spiel. Er kann sich aber auch gut aufregen. All das gebündelt in einem Match, das war vergnüglich. Wir splitteten die ersten beiden Spiele. Im Ersten hatte er Dread Return auf Bogardan Hellkite; ich hatte zwar Temporal Isolation, aber kein Mana :-/ im Zweiten kam er nie so wirklich ins Spiel, weil ich ihm seine Madness- und Treshold-Enabler darkblastete. Das Dritte aber, das sollte es werden. Machen wir zur besseren Übersicht und der Spannung wegen einen Absatz.
Ich begann mit einem Mulligan und mit dem ersten Landdrop. Bei mir wollte nicht so viel auf den Tisch kommen, vor allem keine Länder, bei ihm um so mehr in den Friedhof. Als ich drei Mana erreichte, begann ich damit seinen Friedhof mit einem Stonecloaker zu entminen. Runde für Runde für Runde. Er dredgte weiter fröhlich vor sich hin, verfolgte dabei einen mir nicht ersichtlichen Plan, bis er mir ein Svoghtos auf den Tisch legte, den ich mit einem Paladin in Schach hielt. Er dredgte noch ein mehr, ich cloakte entgegen, kam aber nie über die fünf Länder hinaus, um effektiver ins Spielgeschehen einzugreifen. Plötzlich tauchten die ersten Darkblast auf und hier fängt es an spannend zu werden.
So hatte ich eine Ravenous Rats und ein Castigate auf der Hand und weiß, dass er zwei Darkblast auf der seinen hat. Der gute Plan wäre gewesen Castigate zu spielen, ihm damit einen Blast zu removen, um anschließend mit der Ratte für einen halbwegs gelungenen Timewalk zu sorgen, weil er sich mit hoher Wahrscheinlichkeit den Blast wieder dredgen würde, bevor dieser den Weg des Cloakers geht. Zwei Darkblast auf seiner Hand wären des Stonecloakers Tod. Ich spielte, obwohl ich innerlich alles geplant hatte und auch ob der guten Reihenfolge wusste, es genau andersrum. Also so halb wenigstens. Ich legte die Ratten, bemerkte meinen Fehler und fluchte unendlich innerlich. Im Modo wäre das wohl ein klassischer Misclick. Also wartete ich mit dem Castigate spielen, bis ich nächste Runde noch eins zog. Das Ende vom Lied: ich hatte keine Ratte mehr, zwei Castigate verballert und ein Darkblast entfernt. Nice Move!!
Irgendwann meinte ich das Spiel im Sack zu haben. Ein 11/11er Troll seinerseits wurde in die Isolationszelle verfrachtet, in seinem Friedhof gab es nur Kleinvieh und die nahenden Svogthos blickten im gesunden Verhältnis von eins zu eins meinen Paladinen entgegen. Zeit die Endrunde einzulegen, dachte ich mir, und wollte das Spiel mit einem Dark Confidant beschleunigen. Dieser offenbarte brav die Länder (irgendwo müssen die ja sein, wenn sie nicht auf meinem Tisch liegen) und durch die Luft wie mit den unaufhaltbaren Paladinen ging das Spiel an mich.
So weit, so gut. Nur durfte ich mir jetzt vom Trash anhören, was für ein Glück ich doch gehabt hätte, weil der Confidant nur brav die 0-Mana-Spells von oben präsentierte. Hätte er mir (ich war auf 18) sieben Lebenspunkte gesaugt, wäre es um mich geschehen gewesen, weil dann der isolierte 11/11 Troll vorbeigeschaut käme, die 11 Damage auf den Stack wandern und sich der Troll bevor sie resolven selbst ins Aus regeniert hätte. Auf diese Art und Weise wäre da nix mehr mit Isolation gewesen und ich hätte schlucken müssen. Da war ich baff. Der Trash ist schon ein Regelfuchs.
Weiterhin durfte ich mir lautstark anhören, wie schlecht es denn gewesen sei, den Stonecloaker immer in meiner Mainphase zu spielen, statt, wie es Sitte ist, damit auf seinen Eot-Step zu warten. Ich entgegnete ihm, dass ich das mit Absicht gemacht habe, um ihn zu ärgern. Er war nicht sehr amused. In Wirklichkeit spielte ich das natürlich so, weil ich die meiste Zeit von dem einen Darkblast wusste. Sollte er sich nun mal entscheiden eine Karte zu ziehen, statt zu dredgen, und dies genau das zweite Exemplar des Blasts sein, wäre ich eot ganz schön gegen die Wand gelaufen.
Das 4 zu 1 beglückte mich und ich erwartete in der nächsten Runde eigentlich den P.layer, der mit seinem B/R Machinehead entsprechend an meinen Paladinen zu knabbern gehabt hätte. Aber es sollte nicht das rot/schwarze, sondern das weiß/schwarze Deck werden. Somit war es in Runde sechs nicht der Patrick, sondern der Jan, der zweite aus Essen; da ist ein Stadtteil nur mit Jans, habe ich oft das Gefühl.
Schwarz/weißes Deck klingt wie ein Mirror, ist es aber nicht, denn er zockt Rebels. Mercadian Masques Style ohne wenn und aber. Es reichte in Iserlohn bereits zu einer Top4 und selbst wenn es in Dülmen letztlich nur der 12te Platz war, diese Rebellen scheinen turniertauglich zu sein. Gegen mich hatte er kaum Probleme im ersten Spiel, trotz doppelten Mulligan bei ihm und einiges an Discard von mir, brachte ich in nie tiefer als 15 Lebenspunkte, während er im Gegenzug bei mir die volle Distanz hinlegte. Spiel zwei wurde knapper und es war nur einem “Topdeck” seinerseits zu verdanken, dass ich gewann. Sein Dark Confidant wollte nicht so recht, denn obwohl er sich in response auf den Bob noch auf die vier Lebenspunkte durch einen Aven Riftwatcher hochmogelte, brachte ihn ein Wrath of God (keine Ahnung, wieso er die reingeboardet hatte) zu Fall. Ich hatte entsprechend meine Hände im Spiel, weil ich nach der Rebellensuchaktion gekonnt die Bibliothek cuttete. Es ging aber auch in die anderen Richtung. Meine Starthand frohlockte mit Darkblast, das gegen seine X/1 Gold wert ist und was macht er?? Er zeigt mir nicht einen, sondern gleich zwei seiner drei Knight of the Hokey-Pokey und das Darkblast sieht direkt wiel schimmeliger aus. Na toll. Ich nutzte es trotzdem effektiv, um die anderen Knechte neben den Knights umzuballern und dregde mir dabei diverse Ghost Councils und Removalspells sowie den Sieg in den Friedhof. Shizz!!
Entsprechend geladen ging es in die letzte und siebte Runde, wo Eugen “The Virus” auf mich wartete. Ich nenne ihn deswegen “The Virus”, weil er mich an eine sexuell übertragbare Krankheit erinnert, von der ich mal gelesen habe (wer gerne mal seine Angel auswirft, sollte wissen, was sich so alles im Teich tummelt). Eugen war gar nicht amused, sah auch leicht betrübt aus und so fragte ich ihn halbwegs mitfühlend, ob denn sein Freund Schluss gemacht hätte, gestand aber gleichzeitig, dass ich das verstehen würde. Keine Reaktion seinerseits. Also zockten wir.
The Virus hatte U/B Pickles am Start und mich im ersten Spiel recht flott im Brine Elemental-Lock. Kein schönes Gefühl von Eugen gelocked zu werden. Im zweiten Spiel leistete er zum Ende hin einen entscheidenden Fehler. So war er auf 3 und ich auf 4 Leben. Ich hatte eine Shrieking Grotesque im Spiel, was gegen seinen Teferi schon beachtlich aussah. Nun versuchte ich ein Ghost Council. Meine neun Länder waren gegenüber seinen sechs Länder klar vorteilsbehaftet, so dass ich mir sicher war, weder in einen Mana Leak noch in ein größeres Rune Snag zu laufen. Rewind wäre tragisch gewesen, aber c’est la vie. Es sollte in response nur ein Mystical Teachings werden, so dass sich der Eugen ein wenig Bedenkzeit nam, die ich nutzte um ihm sinnvolle Möglichkeiten vorzuschlagen. Er ließ sich davon nicht beeinflussen, fand weder Disenchant noch Lightning Helix, sondern entschied sich für einen Mana Leak Remand, so dass ich das Council erneut ausspielte, was resolvte und so gewann ich dieses Spiel. Der Dietsch und der Oliver saßen zu Eugens linker und rechter Seite und schüttelten entsprechend den Kopf ob seiner Fehlleistung, weil die Möglichkeiten, die er gehabt hätte, fast aus seinem ganzen Deck bestand. Spiel drei hatte er sich aber wieder gefangen und stampfte mich ein.
Tja, das war es. 4:3. Platz 17, was Preise bedeutet hätte, wenn ich länger geblieben wäre, aber Asterix & Obelix, die netterweise auf mich gewartet hatten, nachdem es bei ihnen im Vintage nicht so recht wollte (es könnte mit einem Fetchland zu tun gehabt haben), wollten gehen und so trieb ich sie zum Bahnhof vor mir her, es des Abends noch mit der Frau und überhaupt bunt wie immer.

Den mit der Krankheit kennt man ja schon =P
Aber nett zu lesen am frühen Morgen, bevor ich meinen Pc neu überspiele ;)
Gruß,
Doks
PS: Auch die Hüllen von der letzten Spielemesse, die du mir angedreht hast, werden mal gammelig =D
Die wrathes kames rein weil ich sonst z.B. gegen paladin nichts mache, oder auch wenn die engine mit dem Darkblast auseinander genommen wird nicht gegen die flieger.
ey evil ich hab garkeine leaks im deck gehabt ich hab mir remand geholt und der andere out war übrigens shapeshifter der hätte gewonnen sonst gabs 0 out’s
Klar die Jans aus Essen können es alle, haben ja auch alle schonmal dülmen gewonnen^^
Ein Sudden Death hätte denselben Effekt gehabt und dir noch eine Runde beschafft. Gewonnen hätte der Shapeshifter übrigens auch nicht.
Wasnu mit dem Justus. Da lässt DU DIch gar nicht mehr drüber aus!?!
haha
SUPER bericht!!!
alle bekannten leute wurden gedisst oder genutzt-
decktechnisch und sozialkritisch informativ ;-)
man hat sich gefühlt als wäre man selbst in dülmen
gerne mehr davon :)
Sehr schöner Bericht, den ich mit Vergnügen Sonntagsmorgens um 7.45 Uhr gelesen habe !!! Solche Berichte würde ich mir von so manch anderer Seite wünschen.
Eine Frage, vielleicht bin ich ja noch nicht ganz wach, aber der Trick vom Regelfuchs TrashT mit Troll und Isolation habe ich nicht ganz verstanden, wäre vielleicht jemand so freundlich mir Unwissenden das genauer zu erläutern ? Das wäre nice !!! Ich lerne was Regeln betrifft immer gerne dazu :-)
Ergänzung : geht die Uhr hier noch falsch ? Bei meinem Beitrag steht 06:56 ich könnte aber schwören es ist 7:56.Ich sollte mir nen Kaffee holen oder besser 2 ;-)
Ja Der Evil hat die Zeitumstelluing wohl noch nicht ganz auf Germagic gebracht.
Vielleicht wollte der Trash 1000 Malden Troll regenerieren wenn der Damage auf dem Stack liegt sodass der stirbt und der Damage nicht prevented wird.
Naja, das mit dem Troll ist so:
Du packst den Damage auf den Stack. Der würde prevented wegen der Isolation. Nun nimmst Du nacheinander alle Marken vom Troll (um Regenerationsschilder zu bauen - immer noch 11 Damage auf dem Stack - dann stirbt der Troll (0 Toughness), weswegen die Isolation abfällt. Ohne Isolation wird der Daamage nicht prevented. Das hat NooB-Ally auch schon gemeint, ich wollte es nur mal verdeutlichen.
@Noob-Ally und Teardrop : Vielen Dank, da wär ich nie drauf gekommen. Aber wie kommt man auf sowas, also ich wär da nie drauf gekommen.
das ist nur einer von vielen vorteilen, die man sich aus einer im ersten augenblick nutzlosen boardsituation durch angewandte regelkenntnis herausholen kann. im limited-games unverzichtbar.
Hier war es nun auch mal im consctructed relevant.
Ja machen wir uns nix vor:
Der EB ist an der Stelle wie auch ALLE drumherumstehenden auch nicht drauf gekommen.
nja gabs auch wirklich genug Mana?! son Troll is normalerweise unendlich/unendlich…
“das ist nur einer von vielen vorteilen, die man sich aus einer im ersten augenblick nutzlosen boardsituation durch angewandte regelkenntnis herausholen kann. im limited-games unverzichtbar.
Hier war es nun auch mal im consctructed relevant.
KiKU ”
lol schonmal was von Ironie gehört, der Post über dir enthielt diese in gewissen Maßen.
jans aus essen: ne ich glaub der jlo hat duelmen noch net gewonnen
Also wenn mein Post gemeint war, der enthielt keine, außer der das ich rulestechnich das Niveau einer Erdnuß habe ;-)
Troll = 11/11
Trash = flooded
Stonecloaker gegen getopdeckten Darkblast = so oder so tot, egal wann gespielt. (Nur bei eot-Nutzung hat man sicherlich mehr Auswahl.)
Dredge-Deck =/= Haufen, sondern gut genug für 5-2… nicht optimal, aber garantiert besser als BW-blah in diversen Ausführungen :P
Das entscheidende am Darkblast war ja, dass ich aufgrund seiner Dredge-or-Draw-Aktionen wusste, ob er einen zweiten haben könnte oder nicht, aber eben nur in meinem Turn.
Trash war auf keinen Fall flooded, er nutzte die LftL-Engine recht effektiv und fixte sich sein Mana über den Friedhof.
Naja….. er hatte dreizehn Lands im Play und eine Handkarte. Irgendwann grub er nichts aus, wei es im Friedhof ja nix mehr gab und zog von der Libary. Das war schon nicht so stark.
Jaja, ein 5:2 Deck für Dülle zu bauen ist ja nun auch nicht so stark….
Da fand ich P.Layers Deck schon noch stärker….
Der Isolation-Damage-auf-dem-Stack-Trick ist doch aus dem Limited mittlerweile ein alter Hut..
Deswegen mag ich die Isolation eigentlich nicht in meinem Deck und wenn sie es dahin schafft, funktioniert sie oft nur als 1W target creature becomes unblockable this turn auf meiner Seite.