Zeit
— 15-11-2005 —
Während der MP3-Player meinen Hörsinn durch die Beck’sche Discografie schleudert, dabei willkürlich von Odelay zu Sea Change springt, um Stereopathetic Soul Manure gekonnt zu umschiffen, und ich in der City von diesen orangenen Plakaten nur so verfolgt werde (da hat mal jemand was aus seinem Marketing-Etat gemacht), dachte ich mir, ich melde mal kurz Präsenz und Lebenswillen. Dies fand in den letzten Tagen ja vermehrt durch kürzere Kommentare in meiner Mittagspause oder kurz vorm Schlafengehen statt.
Ich bin nicht faul oder stehe still. Meine GerMagische ToDo-Liste hat derzeit sieben Punkte, an denen ich mehr oder weniger gleichzeitig arbeite und die einer nach dem anderen vor der Vollendung stehen. Okay, sind noch nicht einmal begonnen, aber im Kopf schon durchdacht und müssen nur noch auf meiner Tastatur darnieder getippt werden. Ja, dadrunter ist auch der Highlander-Bericht, der zu einem Drittel beendet ist. Zu einem großen Drittel, was einen Zeitrahmen für die noch zu vollendeten beiden Drittel absteckt, der mir noch nicht so gefallen will. Zeit ist zu knapp im Moment.
Aber zurück in die City. So beim Laufen durch diese (auf der Flucht vor den erwähnten orangen Menschen hinter Glas; an einer Bushaltestelle lieferten sich zwei Schnecken ein Wettrennen auf den Busen der werten Dame zu, die mir im orangenen Top ihre Werbebotschaft entgegenstreckte. Werde nie erfahren, welche der beiden gewonnen hat, frage mich aber, ob die wissen, worauf die da rumrutschen.) ist mir aufgefallen, dass der Himmel des Nachts zu hell ist. Es mag ein städtisches Phänomen sein, kann aber auch mit der Kälte zusammenhängen. Der einfachste Beweis für die Gleichung “hell = kalt” ist ja wohl Schnee…
Habe heute meinen Schirm in der S-Bahn vergessen. Werde morgen bestimmt nass. Fuck.
Genug geredet. Zeit weiterzumachen.

Sinn ???
ohhh ich habe momentan auch so gar keine Zeit zu irgendwas… fürchterlich!!! und dieses ewige rumgeseufze mit dem man sich schon selber auf den wecker geht….
Do i sense sarcasm??
Nevertheless - es macht doch so Spaß in der Öffentlichkeit, oder überhaupt mal so richtig ein- und wieder auszuatmen. So ein richtig großes Seufzern.
ahhh. Seufz….
Jetzt gehts besser. Lest mal kleinen Kindern Gute-Nacht-Geschichten vor, da dürft ihr seufzen, bis euch die Watte aus den Ohren quillt: ‘Ohh, seufzte die kleine Hexe, nun muss ich mir ein neues Besentier hexen’, ‘Ahhh, seufzte der Wal, ich trinke gar keinen Lebertran’…
Mhm - Wale die Lebertran trinken, klingt ein wenig so, als würden die sich selbst auslutschen…
Aber Besentier ist super. Gefällt mir.
dir ist richtig aufgefallen, das es in Balungsgebieten immer heller wird des nachts, und auch erst recht nicht wirklich Dunkel….
mir hat man in einem Kilometer Entfrenung einen Parkplatz für Mitarbeiter eines Krankenhauses hingesetzt, der ist mit Riesenflutlichtern ausgestattet… nicht sehr angenehm.
Ich behaupte auch das es den Biorythmus des Menschen zerstört wenn es nie richtig Dunkel wird.
sowas nennt man Lichtverschmutzung und das wird tatsächlich diskutiert
richtig. ich glaube als durchschnittlicher Mittelwuropäer nimmt man diese nächtliche Erhellung nicht mehr richtig war. Ich habe den Unterschied zwischen dem-was-ich-für-dunkel-hielt und dem-was-dunkel-ist bemerkt, als ich mich zwecks erbaulicher Studienreise zwei Wochen in Marroko aufhielt.
so Dunkel wie da wird der Himmel bei uns nie!ha!
Mfg
Jo,
was richtig poetisches. Find ich gut.
Vielleicht solltest du umschulen. :)
Ich wette das war Gesellschaftskritisch, aber leider bin ich zu blöd das zu erkennen…
Rein wissenschaftlich gesehn führt die hohe luftverschmutzung dazu dass das licht weiter getragen wird, da CO2 zum beispiel licht deutlich besser reflektiert als stickstoff, dass führt dazu, dass hochindustrialisierte Gebiete, wie zum Beispiel das Ruhrgebiet, nie wirklich dunkel werden. Besonders krass ist sowas vor allem in Los Angeles und Houston, sowie einige andere amerikanische und chinesische Städte.
Es würde mich nicht wundern, dass die geringen Temperaturen dafür sorgen, dass der beschriebene Effekt im Winter deutlicher zu sehen ist.
Mich erinnert das immer an das Buch “Reykjavik 101″ (Film nie gesehen; Titel sicherlich auch falsch geschrieben).
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